Linux für Einsteiger
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| linux:~ # _ |
Es wird uns mitgeteilt, dass unser Rechner den Namen Linux trägt und wir uns in unserem Heimverzeichnis befinden. Lernen wir einmal schon ein paar einfache Befehle kennen:
| ls | list - Zeigt den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses an |
| cd | change directory - Wechselt in ein anderes Verzeichnis |
| ps | prozess scan - zeigt alle laufenden Prozesse an |
| kill | beendet einen laufenden Prozess |
| man | zeigt die Hilfe zu einem Befehl |
Jeder dieser Befehle kennt verschiedene Schalter. Mit man ps kann man sich die Hilfe für den ps-Befehl ansehen und bekommt alle Schalter erklärt. Durch drücken der Taste q beendet man die man-page wieder.
Wir wollen nun unser System nutzungsfähig machen und unseren Bedürfnissen anpassen. Dazu starten wir zunächst YaST um noch einige Software nachzulegen und die Netzwerkkarte zu Konfigurieren.
| linux:~ # yast |
Wir bestätigen mit RETURN und warten kurze Zeit. In der Rubrik Installation festlegen/starten (die wir mit den Cursor-Tasten auswählen und mit RETURN öffnen) wählen wir den Punkt Installation ändern/erstellen. Hier kann man leicht jedes Programm auswählen, das man gerne installiert hätte. Bereits installierte Pakete sollten installiert bleiben, es sei denn, man weiß genau, dass man sie nicht braucht.
Mit den Cursor-Tasten wählen wir wieder eine Rubrik, die wir mit Return öffnen. Dort können wir einzelne Programme mit der Space-Taste zu installation hinzufügen ( [x] ), updaten ( [R] ) oder löschen ( [D] ). Mit [i] gekennzeichnete Dateien sind bereits installiert.
Mit F10 verlassen wir die Unterpunkte in den Menüs und kehren zu Paketauswahl zurück.
WICHTIG ist aus dem Paket Programmentwicklung der Teil include und lx_suse. Das sind die Kernel-Quellen, die wir später benötigen. Bei anderen Distributionen sucht bitte nach den entsprechenden Paketen. Aus der Serie n (Netzwerk-Support) wird das Paket SAMBA benötigt, um später Kontakt zu Windows-Rechnern aufzunehmen. Aus dem Paket pay installieren wir noch StarOffice, soweit vorhanden. Haben wir eine Soundkarte, so kommt aus snd noch xmix und wavplay. Ich nehme mir noch aus xap bluefish, axe3d, xftp, xirc und xlogin, aus sec firewalls und ipchains und aus a noch yast2. WICHTIG: Aus dem Paket xsrv müsst ihr einen X-Server wählen, der für Eure Grafikkarte passt. Ich nehme den Mach64, weil das auch beim booten von der Grafikkarte angezeigt wird. Die Beschreibungen sind denke ich ausführlich genug.
Mit F10 beende ich die Auswahl und komme ins Installationsmenü zurück, wo ich jetzt auf Installation starten klicke. Um wirklich alle BENÖTIGTEN Pakete zu installieren, klicke ich noch auf AUTO und dann auf WEITER. Jetzt dauret es wieder einige Zeit bis alles installiert ist.
Nach der Paketinstallation kehren wir zurück zum Hauptmenü und richten uns noch unter Administration des Systems einen Fenstermanager ein, mit dem wir arbeiten wollen. Im Gegensatz zu Windows gibt es bei Linux eine vielzahl grafischer Oberflächen, von denen ich persönlich die KDE (K Desktop Environment) bevorzuge. Wir wählen dazu den Unterpunkt Einstellungen susewm und wählen im bereits aufgeklappten Fester den Punkt kde aus. Im Menüpunkt Login-Konfiguration stellen wir als Oberfläche Grafisch (die nächste Frage mit JA beantworten), als Manager KDM und bei Shutdown-Verhalten all ein. Wenn der Rechner in einem Netzwerk betrieben wird, an dem mehrer Leute auf den Linux-Rechner zugreifen werden, sollte als Shutdown-Verhalten root eingegeben werden, dass heißt, nur der Administrator kann den Rechner herunterfahren. Jetzt können wir YaST beenden und uns grafisch einloggen. Obwohl es eigentlich nicht dringent nötig ist, mache ich an dieser Stelle einen Reboot mit
| linux:~ # shutdown -r now |
Der Schalter -r gibt an, dass wir neu starten wollen, now sagt dem Programm, es solle bitte gleich damit anfangen. Jetzt wird der KDM (K Desktop Manager) gestartet und wir können uns als root einloggen. Dazu kann man auch eines der Bilder anklicken und erspart sich so die eingabe des Namens. Das Passwort muss man selbst eingeben und mit RETURN gehts los.
Wir sind jetzt in der KDE angelangt und sehen eine Shortcut-Leiste und eine Taskleiste. Aus der Shortcut-Leiste wählen wir das Icon für Terminal-Emulation um eine Console zu starten. Die Konsole ist das gleiche was wir auch über STRG+ALT+Fx erreichen würden, nur eben als Fenster. Nur wird uns hier nicht der Rechnername verraten, sondern das Programm (die Shell), mit dem wir hier arbeiten. In meinem Fall ist das Bash 2.03 (Bourn Again SHell). Durch Eingabe von sax starten wir die X-Server Konfiguration.
Die bereits bestehende Konfigurationsdatei, die uns angeboten wird, verwenden wir natürlich gleich. Wählt euch jetzt einen Maustreiber und lasst die Gerätedatei wie sie ist. Möglicherweise müsst ihr noch die Anzahl der Maustasten einstellen, nachdem ihr auf OK geklickt habt. Ist die Maus konfiguriert kommt ihr mit WEITER in den Tastatur-Bereich. Hier sollte eigentlich alles schon eingestellt sein. Mit WEITER gehts zur Grafikkarte. Hier solltet ihr Hersteller und Modell angeben. Ich wähle als Modell Mach64 aus, weil meine Grafikkarte mit einem Mach64-Chip bestückt ist. Unter der Option "Erweitert" stelle ich noch den korrekten Grafikspeicher ein und aktiviere Hard Limit um meine RAMDAC-Geschwindigkeit herauszufinden. Mit OK gehts zurück und mit WEITER in den Bereich Monitor, wo ich wiederum Hersteller und Typ angebe (hätte nicht gedacht, das mein alter 14"-ler da drin steht). Im letzten Auswahlpunkt kann ich noch meine Auflösung und Farbtiefe angeben. Nochmal auf weiter und fertig. Der Server wird gestartet und ich kann die Bildgröße noch ragulieren, was ich lieber an meinem Monitor mache. Jetzt kann ich die KONFIGURATION ABSCHLIEßEN!
Jetzt kann ich mich aus KDE ausloggen (über das "Start-Menü K" oder die Pin-Nadel in der Shurtcut-Leiste) und erneut als root anmelden.
Im Startmenü findet sich das KDE Contorl Center, welches wir jetzt starten. Tobt euch jetzt ein wenig in der Rubrik Desktop aus. Hier kann man ähnlich der Systemsteuerung in Windows das aussehen des Systems anpassen.WICHTIG: Verstellt nichts, was ihr nicht versteht. Stellt vor Allen Dingen als Sprache Deutsch ein. Der Screen-Saver Matrix gefällt mir recht gut.
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© Gerhard Zapf
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Letzte Änderung: 11.09.2003 |
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