Linux für Einsteiger
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| cd / cd usr cd src cd linux |
Hier liegen die nötigen Dateien zur Kernel-Kompilierung. Der erste cd / ist nötig, um ins Startverzeichnis zu kommen. Ich empfehle - ohne mich selbst dran zu halten - vor der Installation des Kernels eine Bootdiskette zu erstellen. Legt dazu eine Diskette (1.44") ins Laufwerk und ruft den Befehl
| make zdisk |
auf! Bringt die Shell jetzt einen Fehler, sind wahrscheinlich die Kernel-Quellen nicht oder nicht vollständig installiert. Die Fehlermeldung
No rule to make target ... |
weißt darauf hin, das ihr entweder im falschen Verzeichnis seit oder die Quellen nich nicht installiert sind. Sollte das System später nicht mehr booten, könnt ihr mit dieser Diskette wieder darauf zugreifen und den alten Kernel installieren.
Jetzt können wir mit
| make xconfig |
loslegen.
Die wichtigste Regel beim Kernel konfigurieren:
| Hände weg von Einstellungen, deren Sinn ihr nicht versteht. Zu jedem Punkt gibt es eine Hilfe, die einem sagt was an dem entsprechenden Punkt zu tun ist. Lest diese Hilfe VOLLSTÄNDIG, bevor ihr eine Einstellung verändert. |
Außerdem gilt: Nur Komponenten einbinden, die man auch wirklich braucht!
Zuerst jedoch stelle ich als Sprache Deutsch ein, indem ich den Punkt Language for Kernel Compilation anklicke und dort auf die Schaltfläche mit dem Wort "English" klicke und "German" auswähle. Über "Main Menü" und Save and Exit verlasse ich die Konfiguration und starte sie gleich darauf neu. Erst jetzt ist die neue Sprache eingestellt.
Ich werde jetzt nur auf die Rubriken eingehen, die ich selbst benötige, um mein System anzuwerfen. Es ist nicht weiter schwierig, sich daraus selbst ein System zusammenzubauen.
| Ich empfehle dringent, sich das Kernel-Howto durchzulesen. Besonders bezüglich der Maßnahmen zur Rettung des Systems, wenn der neue Kernel nicht bootet. Die Howtos sind bei SUSE zum Beispiel unter der Rubrik Dokumentation (im KDE-Menü) zu finden. |
Grundsätzliches zur Codegenerierung
Den Schalter für experimentelle Treiber sollte kann man ruhig einschalten.
Prozessorfamilie und -einstellungen
Ich wähle mir den 586 aus und schalte die Emulation des Coprozessors aus, schließlich hat der Pentium selbst einen.
Unterstützung für Kernel-Module
Ich lasse die beiden Schalter für ladbare Module auf yes und den Schalter für Versionsinformationen der Hilfe folgend auf n.
Grundeinstellungen / Plug and Play
Auch diese beiden Punkte lasse ich unverändert, wer weiss, was das alles bringt.
Blockorientierte Geräte
Ich Schlate den Streamer-Support und den CDM640-Bugfix aus, schließlich habe ich beides nicht. Den LVM-Manager deaktiviere ich ebenso wie das Zusammenfassen von Festplatten. Die Ramdisk-Unterstützung verbanne ich auf Modulare ebene (Auswahl m), IDE-Geräte am Parallelport habe ich auch keine.
Netzwerkeinstellungen
Der TCP-Dienst bleibt aktiviert, das IPX-Netzwerk nehme ich raus, weil ich als Admin meines LANS weiß, das IPX nicht betrieben wird. Wer später Spiele unter Linux betreiben will, sollte IPX eingeschaltet lassen. Es gibt einige Kandidaten, die nur über IPX im Netz zu spielen sind. APPLETALK brauche ich genau so wenig wie CCIT X.25 und LAPB. Acron Econet wird auch abgestellt. Der Rest wird auf n gelassen.
Quality of Service
Brauch ich nicht im LAN, also abschalten.
SCSI / Fire-Wire
Abschalten, brauche ich nicht.
Netzwerkkarten-Support
Hier sage ich ja zur Schnitstellenunterstützung und deaktiviere aber alle mir unbekannten Teriber, weil ich sie sicher nicht brauche. Nur das Dummy-Interface wird modular geladen. Vielleicht rüste ich mal eine ISDN-Karte nach.
ARCNet - Devices
Deaktiviert
Ethernet
Aktivieren! Hier wähle ich mir PCI NE200 Unterstützung, obwohl meine Realtech in der Liste steht. Ich habs mit dem RT-Treiber probiert und es ging nicht. Also nehme ich diese Einstellung.
Appletalk / Token Ring / Wan / Amateur Radio / Infrarot Subsystem / ISDN / Alte CD-ROM
Alles deaktiviert
Zeichenorientierte Geräte
Ich deaktiveier Unix98 PTY und Mouse Support (not Serial Mice) sowie Enhanced RTL Support
Mäuse / Watchdog Karten / Video für Linux / Joystick Unterstützung / Ftape (Floppy-Tape ) / USB
Alles deaktivieren, sofern es überhaupt noch anwählbar ist
Dateisysteme
Ich deaktiviere Quota, Minix und OS2. Von allen anderen lasse ich die Finger. Zum Betrieb von Linux muss, glaube ich, das fs-System aktiviert sein.
Netzwerk-Dateisysteme
Ich denke, keines davon zu benötigen. Das SMB-Protokoll nehme ich mit, um später auf meine Windows-Rechner zugreifen zu können.
Partitions-Systeme
Ich deaktiviere sie alle
Native Language Unterstützung / Konsolentreiber
Ich lasse alle Einstellungen so
Soundunterstützung
Hier wähle ich y aus und aktiviere OSS-Soundmodule, um and Soundblaster-Kompatible Modelle zu kommen, welche ich ebenfalls aktiviere.Die Adressen lasse ich so, weil sie für meine Karte Passen.
Low-Level-Soundtreiber
Brauche ich nicht
Kernel Debugging
Abschalten
So, die Konfiguration ist
geschafft. Ich speichere die Konfiguration noch in eine Datei
bevor ich auf "Speichern und Beenden" klicke.
Um einen lauffähigen Kernel zu bekommen, führe ich der Reihe
nach folgende Befehle aus:
| make dep make clean make bzlilo make modules make modules_install |
Wer will, kann auch alles in eine Zeile schreiben und sich für längere Zeit verabschieden:
| make dep clean bzlilo modules modules_install |
Wenn alles fehlerfrei abgelaufen ist, kann man nach einem Reboot seinen neuen Kernel bewundern.
Zugegeben: Mein System bringt jetzt beim booten einen Fehler weil ein Modul nicht gefunden wurde, es läuft aber einwandfrei.
Was tun, wenn nichts mehr geht?
Wenn der Kernel jetzt nichtmehr bootet, dann startet das System mit der Bootdiskette, die ihr hoffentlich erstellt habt und betet. Lest im Kernel-Howto nach, was zu tun ist, es ist nicht ganz so einfach.
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© Gerhard Zapf
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Letzte Änderung: 11.09.2003 |
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